Niedersächsisches Gehöft im Frühling
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Otto Modersohn

"Niedersächsisches Gehöft im Frühling", 1938

Öl auf Leinwand

61 x 85 cm / gerahmt 82 x 105 cm

signiert, datiert
Expertise Otto Modersohn Museum,
Fischerhude

- mit Modersohn-Atelierrahmen -

N8887

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Über das Werk

Neben seinem Atelier in Fischerhude, arbeitete er auch immer wieder im Allgäu, wo er 1930 auf dem Gailenberg bei Bad Hindelang ein altes Bauernhaus erworben hatte. Im Jahr 1935 erlitt Modersohn eine Netzhautablösung, was zum Verlust seines Sehvermögens auf dem rechten Auge führte. In Fischerhude arbeitete er von nun an ausschließlich im Atelier. Das Allgäu besuchte er 1939 letztmalig. Auffallend in Modersohns Spätwerk ist die Betonung des Linearen. Klare Formen beherrschen die harmonisch ausponderierte Komposition. Für Modersohn war jedes Bild, auch wenn er Motive variierte, eine neue Herausforderung. Bereits 1933 formulierte er eindrücklich, dass das Bild parallel zur Natur einen eigenständigen Charakter aufweisen müsste: „Die Konzeption, die Bildfassung, die Bildform, das Verhältnis der Formen zueinander - die Formen müssen in Beziehung zueinander stehen. ... Naturwahrheit allein ist nichts in der Kunst. Form und Farbe müssen Reiz haben und persönlich sein.” So distanziert sich Modersohn zugunsten einer die Farbflächen betonenden Bildauffassung in seinem Spätwerk immer stärker von einer perspektivisch aufgebauten Bildanlage. Hierbei steht er Künstlern wie Paul Cézanne und Henri Matisse nahe, mit deren Werk er sich während seiner Aufenthalte in Wertheim und Würzburg intensiv auseinandergesetzt hatte, wo er sich ab 1922 gemeinsam mit seiner Frau Louise mit dem Malerehepaar Friedrich Ahlers-Hestermann und Alexandra Povórina häufig aufgehalten hatte.
Otto Modersohn, Tagebucheintrag vom 24.12.1933, hier zitiert nach: Jörg Paczkowski, Wie köstlich ... der anregende künstlerische Verkehr! - Ein bisher kaum bekannter Freundeskreis um Otto Modersohn in Wertheim und Würzburg und dessen Bedeutung für sein Werk, in: Otto Modersohn - Fischerhude 1908-1943, hrsg. v. Otto Modersohn Museum, Fischerhude, 28.8.-1.11.1992 u. 14.3.-6.6.1993 Otto Modersohn Museum, Bremen 1993, S. 85-88, hier: S. 87.
(Andrea Fink-Belgin)


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