Pappel am Ufer

Walter Ophey

"Pappel am Ufer", 1906

Öl auf Leinwand

56 x 41 cm / gerahmt 78 x 69 cm

signiert, datiert
Gutachten Dr. Stefan Kraus, Kolumba Museum Köln

- mit handgearbeitetem Modellrahmen -

N8966


Über das Werk

Walter Ophey gründete 1908 gemeinsam mit den Düsseldorfer Künstlern Julius Bretz, Max Clarenbach, August Deusser, Wilhelm Schmurr unter dem Vorsitz des Hagener Kunstmäzens Karl-Ernst Osthaus, dem Gründer des Folkwang Museums, die Künstlergruppe "Sonderbund". In den folgenden Jahren organisierte der "Sonderbund" Ausstellungen, in denen die Präsentation und der Austausch mit der jungen französischen Kunst im Mittelpunkt stand. Mit diesen Ausstellungen, 1910 und 1912, wurde das Rheinland neben München und Berlin zu einem weiteren innovativen Kunst-und Kulturzentrum Deutschlands. Bis 1907 entwickelte Ophey seine Malerei, die vornehmlich durch die Natureindrücke geprägt war, die er bei seinen Ausflügen in die nähere Umgebung von Düsseldorf und an den Niederrhein gemacht hatte, als "expressiven Naturalismus."(1) Dennoch sollte die Linie für lange Zeit das bevorzugte Element seiner Kompositionen bleiben.
In dem Werk "Pappel am Ufer" aus dem Jahr 1906 zeigt sich dies in dem durch Horizontalen und Vertikalen rhythmisch gestuften Bildraum. Der Blick in die Natur, der hier - durch die rahmenden Baumstämme - zudem einem Fensterausblick gleicht, gelangt zu einem Kompositionsphänomen. Innerbildliche Achsen führen den Blick der Betrachter tief in das Bild.
Seinen ersten größeren Ausstellungserfolg erzielte Walter Ophey in der "Deutschen Kunstausstellung", die von Mai bis November 1906 im Botanischen Garten in Köln stattfand. Zu dieser Präsentation hatten so namhafte Architekten wie u.a. Peter Behrens Ausstellungspavillons errichtet, die wenige Jahre später allerdings wieder abgerissen wurden. Nach 1908 entwickelte Ophey in der sogenannten Phase der "Hellmalerei" eine expressiv-gestische Malerei. Durch die Mitbegründung der Künstlergruppe "Das junge Rheinland", 1919 in Düsseldorf, arbeitete er weiter an der durch den Krieg erstarkten Etablierung einer neuen Kunst in der Region.
(1) Magdalena M. Moeller: Der Sonderbund. Seine Voraussetzungen und Anfänge in Düsseldorf, Köln 1984, S. 68.
(Andrea Fink-Belgin)

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