Sommertag im Allgäu
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Otto Modersohn

"Sommertag im Allgäu", ca. 1933

Öl auf Leinwand

48 x 68 cm / gerahmt 70 x 89 cm

Expertise Otto Modersohn Museum

- mit handgearbeitetem Modellrahmen -

N8968


Über das Werk

Der aus Soest in Westfalen stammende Otto Modersohn (1865-1943) übersiedelte nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, 1908 von Worpswede in das nahe gelegene Fischerhude. Auch von hier aus unternahm er zahlreiche Reisen. Beliebtes Ziel in der Zeit zwischen 1925 bis zu seinem beginnenden Augenleiden im Jahr 1935 war der Ort Bad Hindelang im Allgäu. Hier bewirtschaftete seine dritte Frau Louise Modersohn-Breling ab 1930 als zweiten Wohnsitz der Familie einen alten Bauernhof. "Vor der Natur muß man immer ans Bild denken. Und im Atelier mit der Natur gerüstet sein." (1) Die wirtschaftlich schweren Jahre nötigten Modersohn zu einer hohen Produktivität. Allein in den Monaten März bis Oktober, die er im Allgäu verbrachte, finden sich 172 Werke in seiner Bilderliste. Inhaltlich konzentrierte Modersohn sich in seinen Allgäuer Bildern vollkommen auf das Nachempfinden der sanften Hügellandschaft, die für die Region Oberallgäu prägend ist. Die bekannten Reaktionen Modersohns auf den politischen Machtwechsel in Deutschland im Jahr 1933 scheinen verhalten. Vehement jedoch verweigerte er den sogenannten "Hitler-Gruß" und war - ebenso wie seine Frau Louise - entsetzt über den Parteibeitritt seines ältesten Sohnes Ulrich, da die Modersohns einem liberal und sozial geprägtem Haushalt entstammten. Helmut Schmidt, der das Haus der Familie Breling einmal als "Ort der inneren Aufrichtigkeit" (2) bezeichnete, machte 1933 - er war als Soldat im nahen Bremen-Vegesack stationiert - die Bekanntschaft Modersohns und hielt das gegenseitige Kennenlernen folgendermaßen fest: "Und ich kam in Fischerhude zu Otto Modersohn. Er lebte in einem Haus am nördlichsten Arm der Wümme, deren Delta man mit Hilfe von etwas zwanzig Brücken überqueren musste, wenn man zu Fuß von Bahnhof Sagehorn nach Fischerhude ging (...). Für mich war Modersohn bis zu dieser Zeit eine Legende gewesen, jetzt aber durfte ich ihn in Fischerhude besuchen und er zeigte mir seine Landschaften. Die Gastfreundschaft in seinem Haus war ganz leise, ganz zurückhaltend, und gerade deshalb machte sie einen tiefen Eindruck auf den jungen Soldaten." (3)
(1) Otto Modersohn, 25.12.1933, hier zitiert nach: : Marina Bohlmann-Modersohn; Otto Modersohn - Leben und Werk, Bremen 2005, S. 280 (2) ebd. S. 277(3) ebd.
(Andrea Fink-Belgin)


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