Moorkate mit Ziehbrunnen
mehr Bilder

Otto Modersohn

"Moorkate mit Ziehbrunnen", ca. 1903

Öl auf Malpappe

50 x 89 cm / gerahmt 78 x 108 cm

unten rechts signiert "O. Modersohn"
Expertise Otto Modersohn Museum, Fischerhude

- mit Modellrahmen -

N9006


Über das Werk

Die Entstehungszeit des Werkes "Moorkate mit Ziehbrunnen" fällt in die Zeit, in der Otto Modersohn, der im Juli 1899 seinen Austritt aus der Künstlervereinigung Worpswede erklärt hatte, mit seiner zweiten Ehefrau, der geborenen Paula Becker, in Worpswede lebte. Paula Becker war zunächst Malschülerin von Mackensen, nun war sie seine intensivste Gesprächspartnerin. Beide hatten 1901 geheiratet. Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker arbeiteten in der Zeit ihres Beisammenseins am Thema der Gegenständlichkeitsauffassung und an der Umsetzung der von ihnen deklarierten Maxime "Das Ding an sich in Stimmung". Otto Modersohn sprach in seinen Tagebuchaufzeichnungen vom "wechselseitigen Geben und Nehmen" und lobte, unterstützte die Arbeit seiner Frau intensiv. Trotz der gegenseitigen Beeinflussung haben jedoch beide stets ihre eigenen Ausdrucksformen gewahrt. Wiederum geben Otto Modersohns Selbstzeugnisse einen interessanten Einblick in seine Kunstauffassung. Am 1. September 1903 notierte er in sein Tagebuch: "Die Natur ist unglaublich stark, kräftig und dabei unendlich verhalten, gezähmt. So muß die Malerei auch sein, das ist das Wesen des Kolorismus. Darum zunächst mit leuchtenden, reinen Farben und dann den Ton brechen. Nicht durch Mischen im Anfang dem Ton Kraft nehmen (tuer le Ton) "Verhaltene Kraft". Es gehört Muth, Kühnheit zum Malen. (...) Gewiß, das was man sieht, ist schlicht, einfach, vereinfacht - aber im Grunde, da sitzt es, da ahnt man Reichthum, Fülle Tiefe etc. [...] Breit, groß und ahnen lassend die reiche Tiefe, das ist's." In dem hier vorliegenden Werk "Moorkate mit Ziehbrunnen" erlebt der Betrachter diesen enigmatischen Ausdruck besonders deutlich. Erscheint die Architektur mittig ins Bild gesetzt gleich einem Monolith, so eröffnet der lichte Himmel im Bildhintergrund eine nahezu transzendente Weite. Die Schilderung dieser sozusagen "einfachen" Situation mit schlichter, sachlicher Klarheit bahnt dem Betrachter den Zugang zu Modersohns Auffassung der Worpsweder Landschaft.
(Andrea Fink-Belgin)


Weitere Arbeiten von Otto Modersohn

Anfrage stellen

Vielen Dank für Ihr Interesse an Modersohn, N9006.
Bitte senden Sie ein Email an info@gallery-neher.com oder füllen Sie unser Formular aus:

Sie erhalten automatisch eine Kopie Ihrer Anfrage an die von Ihnen eingetragene Mailadresse.
∗ Pflichtfeld

Immer informiert

Abonnieren Sie unseren Newsletter und/oder neue Meldungen zu ausgewählten Künstlern!

Anfragen stellen

Sie erhalten automatisch eine Kopie Ihrer Anfrage an die von Ihnen eingetragene Mailadresse.
∗ Pflichtfeld

Merkliste

Ihre Merkliste enthält noch keine Kunstwerke.

Auf unserer Unterseite "Künstler & Werke" können Arbeiten für die Merkliste ausgewählt und unverbindlich angefragt werden. Informationen über einzelne Kunstwerke erhalten Sie dort auch über unseren direkten Anfrage-Button.

Seite weiterempfehlen

Empfehlen Sie diese Seite weiter.
Sie erhalten automatisch eine Kopie an Ihre eigene Mailadresse.

∗ Pflichtfeld