Frozen Heat
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Otto Piene

"Frozen Heat", 2007

Öl und Rauch auf Leinwand

70 x 100 cm / gerahmt 85 x 115 cm

rückseitig auf der Leinwand signiert, datiert, betitelt
" "Frozen Heat" 2007 Piene"

- mit handgearbeitetem Modellrahmen -

N9040


Über das Werk

Seinen westfälischen Ursprüngen fühle er sich ebenso verbunden wie seiner neuen amerikanischen Heimat, sagte Otto Piene anlässlich eines Deutschlandbesuchs. Der 1928 in Bad Laasphe geborene und in der westfälischen Kleinstadt Lübbecke aufgewachsene Künstler war, nachdem er seit 1964 eine Gastprofessur an der University of Pennsylvania inne hatte, 1967 in die USA ausgewandert. Otto Piene verstarb im Juli 2014 in Berlin. Die Erlebnisse während des NS-Regimes und des 2. Weltkrieges, die er als jugendlicher Flakhelfer durchstanden hatte, sollten Ausgangspunkt für Pienes vollkommen einzigartige Auseinandersetzung mit Kunst sein. Sich von der NS Kunstpropaganda absetzend, studierte er von 1949 bis 1953 zunächst in München, später an der Kunstakademie in Düsseldorf, um danach an der Universität in Köln ein Staatsexamen in Philosophie abzulegen. Von der sich in Deutschland etablierenden Kunstrichtung des Informel distanzierte er sich in der Folge mit der Gründung von ZERO im Jahr 1958 gemeinsam mit Heinz Mack. Otto Piene versteht sich und seine Kunst als Erforschung der Naturelemente Feuer, Luft und Licht. Für den Künstler beherbergt Licht eine vielschichtige Symbolik. Zu Beginn seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit Licht standen unter anderem seine ganz individuellen Erlebnisse während des 2. Weltkrieges, als beispielsweise die Beleuchtung von Räumen in der Nacht verboten wurde, um gegnerischen Angriffen kein Ziel zu bieten. Gleichzeitig gehörten die zerstörerische Kraft des Kanonenfeuers und der durch Bombeneinschläge ausgelösten Feuersbrünste zum schauderhaften täglichen Erlebnis. So verstanden sind die Feuerbilder für Otto Piene auch Überlebensstudien geworden. Trotzdem ermöglichen erst die Naturelemente Feuer, Luft und Licht das menschliche Dasein. So zerstörerisch die Sonne auch sein kann, erst durch sie ist Leben auf unserem Planeten möglich. Indem Piene seine Leinwände mit Feuer bearbeit, "die Bilder kocht", wie er selbst diesen Vorgang bezeichnet, setzt er sich und sein Tun vollkommen diesem wahllos um sich greifenden Element aus - der Künstler verliert die hundertprozentige Kontrolle und direkte Einflussnahme auf das, was auf der Leinwand passiert. In dem Werk "Frozen Heat" ("Gefrorene Hitze") wurde die mittig auf die Leinwand gesetzte gelbe Farbe durch die Brandspuren nahezu vernichtet. Gelb als die Farbe der Sonne, der Hitze, aber auch des Geistes ist hier durch reales Feuer, reale Hitze ersetzt aber auch verstärkt worden. Das Schwarz des Rauches, der sich als Zeichen dieser Setzung auf der Leinwand manifestiert, steht farblich im Kontrast zum weißen Untergrund.
(Andrea Fink-Belgin)

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