Päonien, Feuerlilien und Rittersporn
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Gabriele Münter

"Päonien, Feuerlilien und Rittersporn", 1942

Öl auf schwarzem Tonpapier

61,2 x 43 cm / gerahmt 89 x 68 cm

monogrammiert
Fotoexpertise Prof. Friedel, G. Münter und J. Eichner Stiftung, München

- mit handgearbeitetem Modellrahmen -

N9058


Über das Werk

Durch ihre Zugehörigkeit zum Künstlerkreis "Der Blaue Reiter" und als zeitweilige Lebensgefährtin von Wassily Kandinsky gehörte Gabriele Münter (1877-1962) zu den wichtigsten Künstlerinnen des deutschen Expressionismus. In den Jahren 1909 bis 1915 lebte und arbeitete sie gemeinsam mit Kandinsky in ihrem "Blauen Haus" in Murnau. Dort waren auch Franz Marc, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin häufige Gäste. Nach wechselnden Wohnorten in Berlin, Ascona und Paris während der 20er Jahre wurde die Malerin ab 1931 wieder ständig in Murnau ansässig. Neben der Beschäftigung mit der oberbayerischen Landschaft und ihren Menschen blieb das Blumenstillleben zeitlebens ein zentrales Bildthema für Münter. Im vorliegenden Gemälde, das Gabriele Münter 1942 mit Ölfarben auf schwarzem Tonpapier ausführte, begegnet dem Betrachter das schmuckvolle Motiv eines üppig blühenden Blumen-Arrangements in einer dunkelblauen Steingutvase. Der dunkle Bildgrund lässt die Farben der nahsichtig erfassten Pfingstrosen, Feuerlilien und des Rittersporns glutvoll aufleuchten und steigert dadurch beträchtlich die expressive Wirkung der Darstellung, erinnert in der Anmutung gar an Glasmalerei - ein Medium, das sich in Münters Schaffen ebenfalls findet. Flächige Reduktionen der Formen auf konturbetonte Zonen, eine Beschränkung auf wenige, kontrastreiche Farbtöne und ein rhythmisches Staffeln der Elemente prägt die typische Bildsprache Münters, die sich auch in diesem Bild aus dem Spätwerk der Künstlerin kraftvoll ausdrückt. Ihre Konzentration auf klare Formen und das Heranrücken des Motivs in die vorderste Bildebene lässt die Blumen, bei denen es sich sehr wahrscheinlich um Gewächse aus dem bäuerlich inspirierten Garten der Malerin handelt, geradezu zeichenhaft und monumental erscheinen.
(Andreas Gabelmann)

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