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Abendlandschaft mit Heuernte
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Otto Modersohn

"Abendlandschaft mit Heuernte", 1936

Öl auf Leinwand

56 x 74 cm / gerahmt 73 x 95 cm

signiert, datiert
Expertise Otto Modersohn Museum

- mit handgearbeitetem Modellrahmen -

N9090


Über das Werk

Atmosphäre, Stimmung und sparsame Farbklänge - dies sind die künstlerischen Themen, die das Spätwerk von Otto Modersohn begleiten. Im Jahr 1936, sieben Jahre vor seinem Tod, entsteht die Abendlandschaft mit Heuernte. Der Künstler ist inzwischen über siebzig Jahre alt und hat ein bewegtes Leben hinter sich: Er ist in Soest und Münster aufgewachsen, hat an den Düsseldorfer und Karlsruher Akademien studiert und in Worpswede schließlich seine erste künstlerische Heimat gefunden. Dort verliert er 1900 seine erste Frau an Tuberkulose und findet in Paula Modersohn-Becker eine überaus inspirierende neue Partnerin, auch sie Malerin wie er. Nach ihrem frühen Tod im Kindbett siedelt der Künstler 1908 nach Fischerhude über, wo er schon bald die junge Louise Breling kennenlernt, die ihn als seine dritte Ehefrau viele gemeinsame Jahre begleiten wird. Es ist ein Leben für die Kunst, und die neue Umgebung in Hindelang, wo die Familie 1930 in Gailenberg ein Bauernhaus bezieht, inspiriert den Maler zu neuen Motiven und Interpretationen der Bergwelt. Seit dem Sommer 1935 ist er nach Fischerhude zurückgekehrt und lebt ein zurückgezogenes, aber arbeitsreiches und erfülltes Leben, dessen unangefochtener Mittelpunkt immer noch die Kunst ist. Stand früher die Pleinairmalerei im Mittelpunkt seines Schaffens, so entstehen die Bilder nun hauptsächlich im Atelier. Dennoch sind es Werke, die die Unmittelbarkeit der Natur atmen, die durchdrungen sind von der Liebe des Künstlers zur Einsamkeit des niedersächsischen Flachlands. Die auf wenige Töne reduzierte Farbpalette der Abendlandschaft mit Heuernte ist typisch für die letzten Schaffensjahre des Künstlers. Sie entspricht Modersohns Neigung, immer sparsamer mit der Farbe umzugehen, sie eher der Stimmung und der inneren Einfühlung zu verpflichten als der unbedingten Realitätstreue. „… schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie - ohne Effekte …”, hat er im November 1933 seine malerischen Ziele definiert. Ungewöhnlich in diesem Gemälde aber ist das sommerliche Motiv der Heuernte, da der Künstler in jenen Jahren eher die Atmosphäre von Herbst und Winter, Dämmerung und Mondschein, Nebel und grauen Tagen bevorzugt. Auch wird die sonst stille, menschenleere Kulisse hier durch die kleinen Figuren im rechten Bildteil aufgelockert, die dem Bild seinen Titel geben.
(Doris Hansmann)


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