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Chinafigur unter gelben Blüten
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Emil Nolde

"Chinafigur unter gelben Blüten", ca. 1920

Gouache auf Papier

24,3 x 15,9 cm / gerahmt 50 x 41 cm

signiert
Fotoexpertise Nolde Stiftung Seebüll

- mit handgearbeitetem Modellrahmen und
spiegelfreiem, UV absorbierendem Glas -

N9111

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Über das Werk

Die Faszination für die ursprüngliche Ausdruckskraft außereuropäischer Kunst und Kultur ist ein wesentlicher Bestandteil im Schaffen von Emil Nolde. Vorzugsweise in seine Stillleben integrierte er immer wieder Zeugnisse afrikanischer, ozeanischer oder fernöstlicher Herkunft. So sind exotische Masken, geschnitzte Holzfiguren oder Gebrauchsgegenstände gerne und häufig im Fokus des Künstlers. Noldes Begeisterung für die besondere Ästhetik und geheimnisvolle Aura sogenannter "primitiver" Kunst setzte um 1910/11 ein und fand ihren Höhepunkt in seiner 1913/14 unternommenen Südsee-Reise, die ihn gemeinsam mit seiner Frau Ada als Mitglied einer medizinisch-demografischen Expedition nach Papua-Neuguinea führte. Auf dem Hinweg machten sie im November 1913 in China Station, wo das Paar Kulturstätten besichtigte und Nolde einige Kunstgegenstände erwarb, die er sogleich nach Hause schickte. Die auf der vorliegenden Gouache dargestellte chinesische Figur stammt vermutlich aus dem Fundus jener legendären Reise, deren Erlebnis Noldes Leben und Werk nachhaltig prägen sollte. Auch das Japanpapier, das er sich für seine Aquarelle dort in größeren Mengen besorgt hatte, dürfte von diesem China-Aufenthalt stammen. Im Laufe der Zeit erwarb Nolde eine umfangreiche Sammlung außereuropäischer Kunstobjekte, die wesentlicher Bestandteil seiner privaten Lebenswelt waren und ihn immer wieder zur künstlerischen Auseinandersetzung inspirierten. Das kleinformatige Blatt zeigt im eng gefassten Bildausschnitt eine in Bronze gefertigte stehende Figur, die unter großen gelben Blüten und vor dunklem Hintergrund wirkungsvoll aufschimmert. Blumen und Skulptur bilden ein spannungsvolles Ensemble, wobei die starke Leuchtkraft der überhängenden Blütenköpfe - es handelt sich wohl um Sonnenhut - im bläulich-violett verschatteten Umraum die sinnlich-exotische Atmosphäre des Dargestellten reizvoll steigert. Im rechten Vordergrund erscheint angeschnitten die bauchige Form einer blauen Keramikvase, in deren glänzender Oberfläche sich die gelben Blüten spiegeln und somit einen zweiten optischen Kontrapunkt zum Bronzeton der Chinafigur setzen. In typischer Manier für seine licht- und farbintensive Malerei nutzte Nolde die Eigenschaften der Aquarell- und Deckfarbe. Mit raschem Pinselzug ist der freie Fluss der Farben betont, vielschichtige Verläufe und transparente Überlagerungen von Fläche und Form verleihen der Darstellung eine unmittelbare Frische und expressive Leichtigkeit. Wie in seinen Stillleben häufig zu beobachten, kombinierte Emil Nolde auch hier das Fremdländische mit dem Eigenen, suchte den kraftvollen und emotional ansprechenden Dialog zwischen dem Neuen und Unbekannten chinesischer Figurenkunst und dem Vertrauten seiner naturnahen, stets von üppigen Blumengärten geprägten Lebensumgebung im deutschen Norden.
(Andreas Gabelmann)

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