Bild "e"

Rupprecht Geiger

"Bild "e"", 1990

Tagesleuchtfarbpigmente mit Acryl gebunden auf Leinwand

140 x 78 cm

rückseitig betitelt, datiert, signiert " "e" 1990 Geiger"
Expertise von Julia Geiger, Archiv Rupprecht Geiger,
München vom 11. 12. 2015
Werkverzeichnisnummer 797a im Archiv Geiger, München

N9137

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Über das Werk

Rupprecht Geiger (1908-2009) zählt zu den wichtigsten Vertretern der gegenstandslosen Malerei nach 1945 in Deutschland. Geboren als Sohn des Malers und Grafikers Willi Geiger (1878-1971) studierte er 1920 bis 1929 an der Kunstgewerbeschule und 1933 bis 1935 an der Staatsbauschule München Architektur. Zur Malerei kam er erst im Zweiten Weltkrieg als Kriegsmaler in der Ukraine und in Griechenland. Gemeinsam mit Willi Baumeister, Fritz Winter und anderen gründete Geiger 1949 die Gruppe ZEN 49 in München. Von 1965 bis 1978 wirkte er als einflussreicher Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Im Zentrum seiner abstrakten Kunst steht das Thema der Farbe als lichthaltige Eigenkraft und elementare Energie. "Farbe hat wie Licht Anspruch, in die Reihe der Elemente eingestuft zu werden - Feuer, Wasser, Luft, Farbe, Licht und Erde", erklärte Geiger die Bedeutung der Farbe für sein Schaffen. Reduktion und Klarheit sind die prägenden Faktoren seiner Farbflächenkunst. Für Geiger besaß die aus jeder beschreibenden Funktion und aus jeder formalen Begrenzung herausgelöste Farbe sowohl emotionale als auch geistige Kraft, der er in seinen Kompositionen einen sinnlich gesteigerten Ausdruck verleihen wollte.
Das vorliegende, 1990 entstandene Gemälde mit dem sachlich-nüchternen Titel "e" liefert hierfür ein prägnantes Beispiel: Im schmalen Hochformat entwickelt sich der Verlauf von intensivem Pink zu leuchtendem Rot als harmonischer Prozess von unten nach oben. Durch die sanfte Farbgestaltung in zarten Übergängen erklärt Geiger das minimalistisch anmutende Bild zu einem lebendigen Organismus, in dem sich das Kolorit zu einem reinen Klang emporschwingt, zugleich aber auch vibriert und pulsiert. Insbesondere zur Farbe Rot hatte Geiger eine starke Affinität, es dominiert seit den 1950er Jahren zahlreiche seiner Bilder: "Rot ist Leben, Energie, Potenz, Macht, Liebe, Wärme, Kraft. Rote Farbe in der Atmosphäre, das farbige Licht über allen Dingen, gibt der Form sinnlich gesteigerten Ausdruck. Rote Lichtquellen sind geistige Materie", erklärte der Maler zum Eigenwert jener Farbe. In seinen von äußerster Schlichtheit und radikaler Konsequenz getragenen Bildschöpfungen schuf Rupprecht Geiger die idealen Bedingungen, unter denen sich der Urstoff Farbe und das Wesen der absoluten Malerei optimal zu entfalten vermag.
(Andreas Gabelmann)

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