Früchtestillleben
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Otto Modersohn

"Früchtestillleben", um 1930

Öl auf Leinwand

40 x 50 cm

unten rechts signiert "O Modersohn"
Expertise Rainer Noeres vom 10.03.2018,
Otto Modersohn Museum, Fischerhude

N9332


Über das Werk

Otto Modersohns ist gemeinhin bekannt als Landschaftsmaler. Blumenstilllebern sind ab 1925 bis ins Spätwerk zahlreich vertreten. Früchtestillleben finden sich in seinem Werk hingegen nur vereinzelt. Angeregt zur malerischen Auseinandersetzung mit diesem, für ihn ungewohnten Bildgegenstand haben ihn ab 1902 die Stillleben seiner zweiten Frau Paula Modersohn-Becker, deren Farbempfinden besonders in ihren Stillleben zum Ausdruck kam. Otto Modersohn schätzte ihre Stillleben ganz besonders.
1906 gab es von ihm erste Versuche mit Tempera, die ihn allerdings nicht zufrieden stellten.
Besonders in den Jahren 1917 bis 1925 weist sein Werk eine Anzahl sehr gelungener Stillleben mit Früchten und Gartengemüse auf. Ab den dreißiger Jahren malt er zahlreiche Blumensträuße bei elektrischem Licht vor meist dunklem Hintergrund. Die Farben erhalten im Schein der über dem Strauß hängenden Lampe eine fast magische Leuchtkraft. In diesem Stillleben sind die Blüten durch das im Licht badende Obst ersetzt. Dieses Stillleben steht am Beginn des Spätwerks um 1930.
Der Hintergrund teilt sich im Verhältnis von zwei Dritteln zu einem Drittel und nimmt damit die Flächenteilung vieler seiner Landschaften auf. Der Vordergrund ist in kühlem Valeurs, der Hintergrund des oberen Drittels ist in warmen Brauntönen gehalten. Die auf dem Tisch stehende helle, farbig bewegte dickwandige Keramikschale, deren Volumen durch Licht- und Schattenführung erreicht wird, birgt das starkfarbige Obst, das man zu dieser Zeit nur in der Spätsommerzeit erwerben konnte. Man darf vermuten, dass das Bild in seinem, im Jahr 1930 erworbenen Haus in der Nähe von Hindelang, am Gailenberg entstanden ist.
(Rainer Noeres)


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