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Lichtschleuse

Adolf Luther

"Lichtschleuse", ca. 1970

Fotografie von Lothar Wolleh per Siebdruck auf einem Spiegel im Plexiglaskasten mit Holzrückwand

48,5 x 48,5 x 5,5 cm

rückseitig signiert, bezeichnet

N9259

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Über das Werk

Adolf Luther arbeitete seit den 1960er Jahren am Thema Licht. Der promovierte Jurist gab im Alter von 45 Jahren seinen Beruf als Richter auf und schuf um 1962 erste Lichtobjekte aus zerbrochenem Glas. In der Folge verwendete er hochwertige Materialien wie optische Linsen, Prismen und konvexe und konkave Spiegel, um das Licht im Raum sichtbar zu machen. In den 1970er und 1980er Jahren entwickelte der autodidaktische Künstler auch umfassende Baukunst-Konzepte. Die starre Statik von Architektur ergänzte der Künstler mit seinen Spiegel-, Glas- und Lichtinstallationen um das dynamische, bewegte Element Licht. Glas war sein wichtigstes gestalterisches Mittel, um Energie in Form von Licht darzustellen. In seinem Bestreben, das Unsichtbare sichtbar zu machen, war Adolf Luther einer der Haupt­vertreter der kinetischen Kunst und Optical Art.
  
Die hier vorgestellte "Lichtschleuse" zeigt eine von Lothar Wolleh aufgenommene Frontal­ansicht von Adolf Luther. Wolleh war damals einer der bekanntesten Künstler-Fotografen, der u.a. auch Joseph Beuys, René Magritte oder Gerhard Richter portraitiert hat. Die Präsentation von Luthers Abbild in einem Spiegelkasten mit vorgelegten Luther-typischen, lichtbrechenden Glasstreifen zeigt den Künstler als imaginäre Licht­gestalt, in einem offenen, die Umge­bung wie auch den Betrachter spiegelnden, unfassbaren, entgrenzten Raum.
Nach dem plötzlichen Tod Wollehs im Jahr 1979 beschrieb Adolf Luther im Jahr darauf den Freund: "Seine visuelle Lust war geradezu überwältigend. Es war, als ob seine ganze sinnliche Kraft über das Auge verliefe. Seine Fotos zeigen das auf jeden Blick - sie sprechen für die Sensibilität des Künstlers. Sie waren Basis des Miteinanders. Wie seltsam zu ahnen, daß solches Einmalige so deutlich ist und so unwiderruflich."
(zitiert nach: Günter Herzog: "Heiner Stachel­haus", in: ZADIK (Hrsg.), Heiner Stachelhaus, Nürnberg 2009, S. 27)
(Eva Müller-Remmert)


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