Päonien
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Karl Schmidt-Rottluff

"Päonien", 1965

Aquarell auf Papier

48 x 65 cm / gerahmt 69 x 85 cm

unten rechts signiert "SRottluff"
unten links bezeichnet "6542"
Fotoexpertise: Christiane Remm vom 18.10.2018,
Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung, Berlin

- mit Modellrahmen und spiegelfreiem, UV absorbierendem Glas -

N9344


Über das Werk

Neben der Ölmalerei fand Karl Schmidt-Rottluff im Aquarell zeitlebens das zweite zentrale Ausdrucksmittel seines Schaffens. Von den frühesten Anfängen im Kreis der Künstlergruppe "Brücke" 1905 bis in die späteste Schaffenszeit der 1960er-Jahre bannte der Maler seine Eindrücke und Beobachtungen mit farbsprühender Ausdruckskraft und energischem Pinselgestus auf das Papier.
Das großformatig angelegte, 1965 geschaffene Blumenstilleben datiert in das Spätwerk, als Schmidt-Rottluff 1964 die Ölmalerei aus Altersgründen aufgab und sich fortan gänzlich der Aquarelltechnik widmete. "Malerei ohne Farbe ist ohne Herz", erklärte er den entscheidenden Ausdrucksfaktor seiner Kunst. Und so ist das reizvolle Motiv aus der reinen Leuchtkraft der Farbe heraus entwickelt: Dem Betrachter begegnet ein Strauß weißer und roter Pfingstrosen in einer dunkelblauen Vase, im Hintergrund flankiert von einer kleineren Vase zur linken und einem Fenster zur rechten. Die Auseinandersetzung mit Blumen- und Pflanzenarrangements in Innenräumen prägte neben der Beschäftigung mit Landschaft und Figur entscheidend Schmidt-Rottluffs Wirken. Charakteristisch für die Aquarelle der 1950er- und 1960er-Jahre ist das Element der locker gesetzten, mit schwarzer Tusche ausgeführten Konturlinien, die mit nervös an- und abschwellender Intensität die wässrigen, transparent-lichthaltigen Farbflächen umspielen und das gesamte Bildgeschehen wesentlich dynamisieren und rhythmisieren. Gleichsam organisch pulsierend entfaltet sich die Farbe, verdichtet und verflüchtigt sich, gewinnt an vitaler Energie und unmittelbarer Expressivität. Mit jener strahlenden Lebendigkeit des Kolorits und der schwungvollen Formensprache knüpfte Karl Schmidt-Rottluff im hohen Alter noch einmal an seinen kühnen Auftakt der "Brücke"-Jahre an.
(Andreas Gabelmann)


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